Inflationsrate in Deutschland wohin?
2012 genau 2,0%. 2013 vermutlich niedriger
> Aktuelle Inflation April 2013 = 1,2%<, Dezember 2012 = 2,1%
Jahresinflation 2012 = 2,0%
Jahresinflation 2013 bisher = 1,45%
Die Inflationsrate betrug 2011 in Deutschland = 2,3%
Der Begriff Inflation stammt aus der Volkswirtschaftslehre und bezeichnet einen Anstieg der Verbraucherpreise. Der Preisanstieg kann durch eine Veränderung des Austauschverhältnisses von Güter- zu Geldmenge verursacht werden, wenn sich die Geldmenge erhöht, ohne dass gleichzeitig die Produktion von Gütern im selben Maße zunimmt.
In den letzten Jahren ist genau dies in der Euro-Zone geschehen, die Europäische Zentralbank hat den verschuldeten Euro-Ländern im Zuge der Finanzkrise „billiges“ Geld zur Verfügung gestellt und diese Liquidität nicht wieder vollständig zurückgeholt. Allerdings nimmt die Inflationsrate seit Anfang 2013 wieder ab. Die Wirtschaftsleistung hat in Deutschland in den letzten Monaten abgenommen und der Süden Europas befindet sich in einer Rezession. Weltweit sind die Preise für einige wichtige Rohstoffarten rückläufig.
Inflation 2013 für Deutschland
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Monat in 2013
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Inflationsrate
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Januar
Februar
März
April
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1,7%
1,5%
1,4%
1,2%
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Inflation 2012 für Deutschland
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Monat in 2012
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Inflationsrate [%]
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Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
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2,1
2,3
2,1
2,1
1,9
1,7
1,7
2,1
2,0
2,0
1,9
2,1
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Änderung des Bezugsjahrs 2010=100%
Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden gibt monatlich die Verbraucherpreise bekannt. Die Veränderung der Verbraucherpreise, die in Prozent angegeben wird, benötigt einen Bezugszeitpunkt. Für dieses Datum wird der Verbraucherpreis gleich 100% gesetzt und künftige Veränderungen darauf referenziert.
Für die Veränderung der Verbraucherpreise von 2005 bis 2012 wurde bisher als Bezugsjahr 2005 zugrunde gelegt.
Quasi rückwirkend ab 2010 hat das Statistische Bundesamt zum Februar 2013 das Bezugsjahr 2010 = 100% gesetzt. Die nächsten Jahre beziehen sich die Änderungen der Verbraucherpreise daher auf dieses Referenzjahr. Die bisher nach 2010 berechneten Werte mit Bezugsjahr 2005 wurden umgerechnet. Für die Ökonomen ist allerdings nicht die Höhe des Verbraucherpreises, sondern die Veränderung von Bedeutung, denn diese entspricht der Inflationsrate.
Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Verbraucherpreisänderung ist groß, denn die Änderung ist der wichtigste Indikator für die Entwicklung der Kaufkraft. Darüber hinaus ergibt sich der Realzins aus den Nettozinssatz abzüglich der Verbraucherpreisänderung.
Inflationsrate 2011 für Deutschland
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Monat in 2011
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Inflationsrate [%]
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Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
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2,0
2,1
2,1
2,4
2,3
2,3
2,4
2,4
2,6
2,4
2,4
2,1
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Der Leitzins wurde auf ein historisches Tief gesenkt, um den bedrohten Euro-Peripherieländern eine günstige Kreditaufnahme zu ermöglichen, damit ihre Wirtschaftsleistung nicht noch weiter geschwächt wird. Im Ergebnis ist nun eine größere Geldmenge im Wirtschaftskreislauf, was die Inflation auf Dauer anheizen wird. Aufgrund der Mitte 2011 wieder sich verschärfenden Finanzkrise wurde der Leitzins sogar von 1,5% auf nunmehr 0,75% gesenkt. Damit wird die Kluft zwischen der Inflationsrate in Deutschland (und der restlichen EU) und den am Markt für den Verbraucher zu erzielenden Zinsen (Tagesgeld etc.) noch größer: es gibt nur noch negative Realzinsen für Geldanlagen mit überschaubaren Risikoverhältnis.
Ökonomen rechnen 2013 mit keinem weiteren Anstieg der Inflationsrate in Deutschland
Für 2013 rechnen viele Experten mit keinem signifikanten Anstieg der Inflationsrate in Deutschland und der gesamten Eurozone. Mit dem wirtschaftlichen Abschwung in den Letzen Monaten, der neben Italien, Portugal, Griechenland nun auch Frankreich und in weitaus geringerem Maß auch Deutschland erreicht hat, wird die Eurozone in 2013 kaum ein Wachstumsplus erreichen. Die Unternehmen halten sich auch in Deutschland mit Investitionen zurück. Auch die Kreditvergabe an Privatpersonen ist rückläufig. Öl war beispielsweise im Frühjahr 2012 deutlich teurer als heute. Diese Gemengelage führt zu einem nur moderaten Anstieg der Verbraucherpreise, in Deutschland und auch der EU.
Trotzdem: Die „gefühlte Inflation“ wird letztlich durch die Preise für die Dinge des täglichen Bedarfs bestimmt und dazu zählen in erster Linie Lebensmittel und Energie. Und da spielt es keine Rolle, dass einige kostenlos Angebote von Banken angeboten werden. Für die Verbraucher ist der Anstieg der Inflation gleichbedeutend mit einem Verlust an Kaufkraft, sie können für ihr Geld nicht mehr dieselbe Gütermenge wie vor Monats- oder Jahresfrist kaufen.
Für den Staat und alle Gläubiger ist eine hohe Inflationsrate ein Segen um die Verschuldung abzubauen.
Inflationsrate 2010 für Deutschland
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Monat in 2010
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Inflationsrate [%]
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Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
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0,8
0,6
1,1
1,04
1,2
0,9
1,2
1,0
1,3
1,3
1,5
1,7
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Gefühlte Inflationsrate, offizielle Inflationsrate und reale/Tatsächliche Inflationsrate
Viele Bürger haben das Gefühl, die offiziell vom Statistischen Bundesamt berechnete Inflationsrate stimmt nicht mit der gefühlten oder wirklichen Inflation überein. Das ist kein Wunder bei Preisanstiegen von 20% und mehr bei verschiedenen Energieleistungen oder auch bei einzelnen Nahrungsmitteln, auch solche die der unmittelbaren Grundernährung zuzuordnen sind.
Inflationsrate und Geldentwertung
Investoren, Sparer, Rentner und viele, wenn nicht sogar alle Bevölkerungsgruppen sehen der schleichenden Geldentwertung einerseits und der galoppierenden Staatsverschuldung andererseits mit großer Sorge. Die Sorgen sind berechtigt. Der Bundeshaushalt 2012 für Deutschland hatte ein Volumen von 306,2 Milliarden Euro. Nach dem größten Posten, der Etat des Bundesarbeitsministeriums für Arbeit und Soziales von 1,26,5 Milliarden Euro ist der folgende Posten bereits die Bundesschuld mit 38,3 Milliarden Euro. Bei der Bundesschuld handelt es sich nur um den Betrag, den die Bundesregierung Gläubigern an Zinsen für aufgenommene Kredite zahlt. Dabei handelt es sich nicht um eine Tilgung der Schulden! Die Kommunen, Länder und der Bund haben insgesamt die Summe von 1,7 Billionen Euro an Schulden angehäuft.

Berechnung der Inflationsrate
Die Berechnung wird hauptsächlich über zwei Methoden durchgeführt. Der sogenannte Laspeyres-Index, mit dem auch die Inflationsrate privater Haushalte in Deutschland bestimmt wird, misst, was der Warenkorb des Vorjahres heute kosten würde. Hierbei werden die Mengen des vorangegangenen Jahres mit den heutigen Preisen berechnet und diese Zahl durch die Mengen des alten Jahres zu den alten Preisen geteilt. Ein alternativer Ansatz, die Inflationsrate zu bestimmen, ist der Paasche-Index. Dabei wird gemessen, was ein heutiger Warenkorb mit aktuellen Mengen kostet und verglichen mit derselben Menge zu alten Preisen.
Probleme ergeben sich unter anderem durch Qualitätsverbesserungen, die schwer eingepreist werden können, sowie Substitutionseffekte, also die Ersetzung von teurer gewordenen Produkten durch günstigere mit ähnlichen Eigenschaften (etwa Butter durch Margarine). Tendenziell überschätzt der Laspeyres-Index daher die Teuerungsrate, während der Paasche-Index sie etwas unterschätzt.
Der harmonisierte Verbraucherpreisindex
Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) Bei dem zugrundegelegten Warenkorb werden die nationalen Verbrauchsgewohnheiten berücksichtigt. Der EU-Index wird aus dem Preisindex der einzelnen Länder gewichtet. Wie das Statistische Bundesamt veröffentlichte, ist der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland im Oktober 2011 um 2,9 % höher als im Oktober 2010.
Eurostat, das statistischen Amt der Europäischen Union, schätzt die Inflationsrate im Euroraum im Oktober 2011 auf rund 3 %.
Die Bundesanstalt Statistik Österreich (STATISTIK AUSTRIA) hat eine Inflationsrate
für den gleichen Monat von 3,8 % errechnet.
Nach den Konvergenzkriterien des Maastrichter Vertrages darf jedoch der HVPI nicht über 1,5 % über der Preissteigerungsrate der drei preisstabilsten EU-Länder liegen.
Inflation in der Europäischen Union: Inflation EU
Inflation in der EU 2007 bis 2011
Findet eine Entwertung des Geldes statt, spricht man von Inflation. Konzeptionell geschieht dies dann, wenn sich die Geldmenge ausdehnt, die Gütermenge jedoch nicht: die Anzahl der Geldeinheiten pro Gütereinheit nimmt zu, eine Geldeinheit ist damit weniger wert. Güter werden teurer. Die Inflationsrate wird in Prozent angegeben und anhand eines standardisierten Warenkorbes gemessen - in der EU ist dies der "Harmonisierte Verbraucherpreisindex", HVPI, der für alle EU-Länder gleich ist und aus einem repräsentativen Mix aus Waren und Dienstleistungen besteht. Dadurch lassen sich die gemessenen Werte verschiedener Länder besser vergleichen.
Die jährliche Inflationsrate betrug in der Europäischen Union zwischen 2007 und 2011 durchschnittlich 2.24 Prozent, in den Mitgliedsländern der Euro-Zone war sie mit durchschnittlich 1.98 Prozent geringfügig niedriger - ein Beweis für den Erfolg der Europäischen Zentralbank, die ein offizielles Inflationsziel von "nahe, aber unter zwei Prozent" ausweist, was dem Ziel der Preisstabilität gerecht wird. Auffallend ist die starke Abweichung im Jahre 2009. Hier betrug die Inflationsrate lediglich 0.3 Prozent (Euro-Zone) bzw. 1 Prozent (EU-27). Grund ist die internationale Finanzkrise bzw. deren Nachwirkungen. Als die Finanzkrise auf die Realwirtschaft durchschlug, kam es zu weitgehender Zurückhaltung sowohl beim privaten Konsum als auch bei Investitionen. Dadurch bilden sowohl Unternehmen als auch Verbraucher größere Rücklagen, entziehen dem Geldkreislauf also Geld. Dieser Effekt war so groß, daß selbst die Zentralbanken nicht mit einer Ausweitung der Geldmenge durch niedrigere Zinsen gegensteuern konnten - so drückte die EZB den Leitzins auf historisch einmalig niedrige Werte, konnte eine leichte Deflation, also einen Abfall des Preisniveaus, aber nicht verhindern. Nach Überwindung nahm die Inflationsrate in der gesamten EU wieder normale Werte an.
Entwicklung der Inflation Deutschland 2008 -2011
Nach einem deutlichen Anstieg der Inflation in Deutschland in den Jahren 2004 bis 2008, die ihren Gipfel bei einem Wert von 2,6% erreichte und dabei gleichzeitig den Höchstwert der letzten 14 Jahre bildete, kam es durch einen starken Fall des Ölpreises Ende 2008 zu einem Rückgang der monatlichen Inflationsraten. Die bedeutende Zunahme der Inflation in der ersten Jahreshälfte 2008, die in einzelnen Monate bei über 3% lag, war vor allem auf Preiserhöhungen im Lebensmittel- und Energiebereich zurückzuführen.
In Folge der Wirtschaftskrise kam es 2009 zu einem drastischen Preisverfall der Agrarrohstoffe, wodurch Lebensmittel merklich günstiger wurden. In Kombination mit dem niedrigen Ölpreis erreichte die Inflationsrate in jenem Jahr mit 0,4% den niedrigsten Wert seit 1987. Erst gegen Jahresende kam es wieder zu einem Wachstum der monatlichen Inflationsraten aufgrund gestiegener Ölpreise. Die, durch die Wirtschaftskrise bedingte, wachsende Arbeitslosigkeit und Produktionsrückgänge führten jedoch dazu, dass dieser Preisanstieg nur teilweise an die Verbraucher weitergegeben werden konnte und verhinderten so eine allzu starke Teuerungsrate.
Diese langsame Zunahme der Inflation setzte sich 2010 fort, wodurch im Gesamtjahr mit einer Teuerung von 1,1% ein historisch zwar unterdurchschnittlicher, jedoch gegenüber dem Vorjahr erheblich gestiegener Wert erreicht wurde. Verbraucher mussten dabei vor allem für Kraftstoffe und Heizöl, sowie Gemüse, Obst und Tabak tiefer in die Geldbörse greifen.
Erst 2011 lagen sämtliche monatlichen Inflationsraten wieder über 2% und führten über das Jahr zu einer Gesamtinflation von 2,3%, ein Wert, der wieder an das Niveau von 2008 vor der Wirtschaftskrise erinnert. Preistreiber waren dabei abermals vor allem die Energiepreise und stark verteuerte Nahrungsmittel. Kaffee verzeichnete zum Beispiel einen Preisanstieg von fast 18%, wobei Waren generell eine stärkere Verteuerung als Dienstleistungen aufwiesen. Besonders bei Verbrauchsgütern kam es zu stärkeren Preisentwicklungen, wohingegen Gebrauchsgüter insgesamt sogar günstiger wurden.
Zinsen - Inflationsrate - Abgeltungsteuer = negative Realzinsen
Da bleibt in der Finanzkrise nicht viel an konservativen Anlagemöglichkeiten.
Kapitalerhalt ist angesagt, aber nur schwer zu realisieren. Vielleicht mit einem guten Tagesgeld Angebot.
NEWS zum Thema Inflation
Oktober 2012: Im Vergleich zum Oktober 2011, also dem Vorjahresmonat, hatten insbesondere viele Nahrungsmittel höhere Preisen. Preissteigerungen von 7,9% und 7,3% gab es bei Obst und Gemüse sowie 4,8% und %, 5,3% bei Fleisch und Fisch. Preiswerter dagegen wurde Butter mit -15,4%.
April 2012: Laut dem Statistischen Bundesamt liegt die Inflationsrate im April 2012 um 2,1% höher als die des Vorjahresmonats, also April 2011.
Für viele Konsumenten, Verbraucher, und wie die Bürger sonst noch bezeichnet werden, also eigentlich alle Personen, die Geld ausgeben und Dinge oder Dienstleistungen kaufen, erscheint das wie der blanke Hohn. Denn für sie liegt die individuelle Inflationsrate deutlich höher, gefühlt um mindestens 2-4%%. Dass es sich dabei nicht nur um ein flaues Gefühl handelt, sondern der realen Entwicklung ziemlich nahe kommt, zeigt der von dem Forschungsinstitut für Wirtschaftsstatistik der Universität Fribourg ermittelten „Index der wahrgenommenen Inflation“, der den Preisanstieg der Produkte des täglichen Bedarfs stärker berücksichtigt als der Warenkorb des Statistischen Bundesamtes.
Tags: Inflationsrate, Inflationsrate Deutschland
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